Theater Asyl

Die traumatischen Erlebnisse einer Flucht, betrachtet aus den Augen eines 10jährigen Mädchens, erlebten die Schülerinnen und Schüler der Klassen 7e und 8a der Realschule am Tor zur Oberpfalz.

Dr. René Milfait vom Evangelischen Jugend- und Fürsorgewerk und Christina Ponader vom „Netzwerk Inklusion“ des Landkreises Tirschenreuth luden die beiden Klassen zusammen mit den Lehrkräften Sandra Hering, Ines Schedl, Sylvia Eller und Alexander Licha und Schülerinnen und Schüler vom Gymnasium in Marienbad zum Theaterstück „Enisas Tagebuch“ in das Haus Silberbach bei Selb ein. Die beiden Schauspieler Anna Isabelle Günter und Armin Kind vom „ueTheater“ Regensburg erzählten aus der Sicht der jüngsten Tochter Enisa die Geschichte einer Roma-Familie, die vor Krieg und Pogromen aus dem Kosovo nach Norwegen fliehen möchte, nur bis Deutschland gelangt und unter dramatischen Umständen wieder abgeschoben wird. Das Ende dieser Flucht blieb offen.

Während Armin Kind als Sprecher über verschiedene Themen und Probleme der Asylproblematik von Krieg, Flucht bis hin zur Abschiebung den jungen Besuchern dieses komplexe Thema erklärte, stellte Anna Isabelle Günter emotionsgeladen, lebhaft und auch oft traurig die kleine Enisa dar, die ihre Erlebnisse in ihrem Tagebuch festhält.

Die Schüler folgten der szenischen Lesung, die dieses schwierige Thema für sie altersgerecht aufbereitete, gespannt. Authentische Fotos und Zeichnungen halfen, sich die Geschichte noch besser vorstellen zu können. In der anschließenden Diskussion konnten sich die tschechischen und deutschen Schülerinnen und Schüler zusammen mit den Moderatoren, Schauspielern und Lehrern der beiden Schulen zum Thema Flucht, Asyl und den Umgang der Menschen miteinander austauschen und ihre eigenen Erfahrungen einbringen.

Oktober 8, 2019