Wir machen uns stark für eine Schule ohne Rassismus

Die Fachschaft Geschichte der Realschule am Tor zur Oberpfalz organisierte in Kooperation mit der Friedrich-Ebert-Stiftung für die Schülerinnen und Schüler der 9. Jahrgangsstufe einen Vortrag von Manuel Bauer, einem Aussteiger aus der rechtsradikalen Szene. Er war Chef der „Wehrsportgruppe Racheakt“ und Mitbegründer des „Bundes Arischer Kämpfer“. Als er von „Kameraden“ verprügelt wurde, weil er ihnen angedeutet hatte, vielleicht auszusteigen, und ihm zwei Türken zu Hilfe gekommen waren, geriet sein Weltbild ins Wanken. Die vermeintlichen Feinde standen ihm bei, die vermeintlichen Freunde ließen ihn fallen. Als „Schule ohne Rassismus“ setzt sich die Realschule dafür ein, dass sich rechtsextreme Ideologien und Organisationen nicht weiter ausbreiten. Vor allem junge Menschen sollen lernen, souverän und kritisch mit diesen Themen umzugehen. Am 21. März 2019 hielt Manuel Bauer für die Schülerinnen und Schüler der 9. Jahrgangsstufe einen Vortrag über seine Vergangenheit und verstand es dabei, die jungen Zuhörer in den Bann zu ziehen. Auch nach dem Vortrag des Referenten waren die Schülerinnen und Schüler sichtlich bedrückt und schockiert hinsichtlich der Brutalität und Skrupellosigkeit, mit der rechtsradikale Gruppierungen agieren. (jzk)

April 11, 2019