Besuch des Holocaust-Überlebenden Prof. Dr. Alexander Fried und seiner Frau Dr. Dorothea Woiczechowski-Fried

Eine ganz besondere Erfahrung durften unsere Schülerinnen und Schüler der 10. Jahrgangsstufe machen: Auf Initiative der Fachschaft Geschichte besuchten Prof. Dr. Alexander Fried und seine Frau Dr. Dorothea Woiczechowski-Fried unsere Realschule. Der heute in Tirschenreuth lebende 94jährige Alexander Fried verlor beide Eltern, Familienmitglieder und Freunde durch den Holocaust, überlebte drei Konzentrationslager und einen Todesmarsch. Er erlebte viel von den Nationalsozialisten verursachtes Unrecht und Leid, das ihn bis heute nicht loslässt. Trotz dieser schweren Zeit hat er nach der Befreiung 1945 – bei der er nur mehr 35 Kilo wog – seinen Lebenswillen nicht verloren, eine beachtliche wissenschaftliche Laufbahn eingeschlagen, spricht zehn Sprachen und lebte in verschiedenen Ländern und auf verschiedenen Kontinenten. Es ist ihm ein großes Anliegen, dass die Erinnerung an diese Zeit, das Leiden und die vielen Toten nicht in Vergessenheit geraten.

Unsere Schüler folgten seinen emotionalen Erzählungen mit höchster Konzentration und stellten ihm anschließend viele Fragen. Professor Fried erinnert sich bis heute an Details, Namen und Daten aus dieser schrecklichen Zeit, aber auch an Menschen, denen er viel zu verdanken hat. Er zeigte sich sehr erfreut am Interesse der Schülerinnen und Schüler an seiner Person und seiner Geschichte und bat sie gleichzeitig darum, dafür Verantwortung zu übernehmen, dass solches Unrecht in Zukunft nicht mehr geschehen kann und darf.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Prof. Dr. Alexander Fried und seiner Frau Dr. Dorothea Woiczechowski-Fried für ihren Besuch an unserer Schule!

Januar 20, 2020